Warenkunde - Herstellung des Bleistiftes

 

 

Die Minen-Grundstoffe sind heute Graphit und Ton. Bei Farbstiften kommen noch Talkum, Kaolin, Wachse (natürliche und synthetische) und Farbpigmente hinzu.

Der Brei aus Graphit und Ton wird in Filterpressen und Vakuum-Trocknern entwässert, so dass ein plastischer, formbarer Brei "der sog. Bleikuchen" entsteht.

Diese Minenmasse wird dann durch feine Düsen gepresst. Die austretenden Minenfäden werden auf Bleistiftlänge zugeschnitten, getrocknet und in Graphit-Glühkästen gebettet, im Tunnelglühofen bei Temperaturen von über 1000°C gebrannt. Abschließend erhalten die Minen noch eine Wachs-Imprägnierung, um ihre Bruchfestigkeit und Gleitfähigkeit zu erhöhen.

Holzmantel

Gebeizte Holzbrettchen (Größe 70 x 183 mm) werden zur Aufnahme der Minen mit 7 Rillen (Nuten) versehen. Bevorzugte Holzarten sind Zedern aus Florida und Kalifornien, Erlen, Linden und Föhren aus Deutschland, aber auch Indonesien ist ein bevorzugter Holzlieferant.

In die genuteten Brettchen werden die Minenfäden eingeleimt. Ein zweites mit Leim bestrichenes Brettchen wird nun darüber geschoben und aufeinander gepresst. Nach der Trockenphase werden dann aus dem sog. Leimling die Rohstifte herausgefräst.

Die Formgebung erfolgt auf besonderen Hobelmaschinen. Von unterschiedlich profilierten Messern werden die Brettchen zu runden, sechseckigen oder dreieckigen Stiften gehobelt.

Lackierung

Die Lackierung - die letzte Station der Herstellung - dient als Schutz vor Verschmutzung, zur Verschönerung der Oberfläche und bei Farbstiften als Farberkennung.

Da die Bleistifte erfahrungsgemäss auch in den Mund genommen werden, müssen die lacke einwandfrei sein. Darüber hinaus müssen sie mechanischen und thermischen Belastungen standhalten, wenn man auch an die Verwendung in den Tropen denkt.

Es gibt mittlerweile Beschichtungen aus zwei Lacksystemen.

  1. Lackierungen mit Lösungsmittellacken bestehen aus:
    Bindemittel (Celluloseester und Kunstharze)
    Weichmacher (Zitronensäure)
    Füllstoffe und Pigmente bei Buntlacken
  2. Lackierungen mit Wasserlacken enthalten:
    Bindemittel auf Acrylharzbasis in einer wässrigen Phase (Wasser als Lösungsmittel)
    Silikonverbindungen zur Verarbeitungs- und Oberflächenverbesserung
    Verdicker auf Kunstharzbasis

    Vorteil der Wasserlacke: Keine organischen Lösungsmittel.

    Hier einige Qualitätsmerkmale, die für Spitzenprodukte gelten, aber nicht für Billigware.

    • Es wird hochwertiges Holz verarbeitet; das Holz fasert nicht beim Anspitzen.
    • Die Bleimine bricht nicht beim Anspitzen, weil das richtige Mischungsverhältnis Graphit/Ton stimmt und die Mine in einem gut geleimten Holzbett liegt.
    • Hersteller in der Bundesrepublik und in der EG haben sich verpflichtet, die Begriffe wie ungiftig, nicht giftig oder giftfrei nicht zu verwenden, da es sich um eine unpräzise und daher unseriöse Aussage handelt.

    Härtegrade:

     

    Steigender Tonanteil Steigender Graphitanteil
    F firm=fest HB hard + black = hart + schwarz
    H hard=hart B black
    2 H 2 B
    3 H 3 B
    4 H 4 B
    5 H 5 B
    6 H 6 B
    7 H 7 B
    8 H 8 B
    9 B

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